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Nachsendeauftrag: Kosten, Dauer und Antrag Schritt für Schritt

Der Nachsendeservice der Deutschen Post kostet für Privatpersonen 31,90 Euro online und läuft sechs Monate. Beauftragt wird er spätestens fünf Werktage vor dem gewünschten Start.

Die kurze Antwort

Privatpersonen zahlen 31,90 Euro online oder 34,90 Euro in der Filiale, jeweils für sechs Monate Laufzeit. Gewerbliche Auftraggeber zahlen 51,90 Euro online und 54,90 Euro in der Filiale. Nachgesendet werden Briefsendungen, nicht Pakete. Beauftrage den Service mindestens fünf Werktage vor Beginn, sonst bleibt eine Lücke. Preise nach Angabe der Deutschen Post, Stand September 2026, vor der Buchung kurz prüfen.

31,90 Euro

kostet der Nachsendeservice privat online für sechs Monate.

6 Monate

Laufzeit. Längere Zeiträume gibt es nur über einen Folgeauftrag.

5 Werktage

Vorlauf verlangt die Post, damit die Nachsendung pünktlich startet.

Was kostet der Nachsendeauftrag?

Der Preis hängt davon ab, ob du privat oder gewerblich beauftragst und ob du online buchst oder in die Filiale gehst.

Auf der Produktseite der Deutschen Post steht im September 2026 nur die Laufzeit von sechs Monaten zur Auswahl. Frühere Varianten über zwölf oder vierundzwanzig Monate sind dort nicht mehr gelistet. Wer länger nachsenden lassen will, beauftragt anschließend erneut.

VarianteLaufzeitPreis
Privat, online6 Monate31,90 Euro
Privat, Filiale6 Monate34,90 Euro
Gewerblich, online6 Monate51,90 Euro
Gewerblich, Filiale6 Monate54,90 Euro
Privat, zwölf Monate über zwei Aufträge2 x 6 Monaterund 64 Euro
Privat, vierundzwanzig Monate über vier Aufträge4 x 6 Monaterund 128 Euro

Die Werte für zwölf und vierundzwanzig Monate sind gerechnet, keine eigenen Tarife. Ob die Post zum Zeitpunkt deines Folgeauftrags denselben Preis nimmt, steht nicht fest. Prüf den aktuellen Betrag deshalb direkt vor der Buchung.

Wann muss der Auftrag gestellt werden?

Die Post nennt fünf Werktage Vorlauf vor Beginn der Laufzeit. Sicherer sind zwei Wochen.

Der Grund ist einfach: Die Umleitung wird in den Zustellstützpunkten hinterlegt, und das braucht Zeit. Wer den Auftrag zwei Tage vor dem Umzug stellt, riskiert, dass die ersten Briefe noch an die alte Adresse gehen. Das ist besonders ärgerlich bei Kündigungsbestätigungen, Behördenpost und Rechnungen mit Frist.

Als Startdatum wählst du den Tag, an dem du die alte Wohnung übergibst, nicht den Einzugstag. Zwischen beiden liegen oft ein paar Tage, in denen niemand mehr den alten Briefkasten leert.

Sechs Monate reichen nicht immer

Versicherungen, Banken und Behörden schreiben teilweise nur einmal im Jahr. Nutz die sechs Monate deshalb aktiv: Jeder Brief, der nachgesendet wird, trägt einen Aufkleber. Nimm dir jedes Mal eine Minute und ändere die Adresse direkt beim Absender. Nach einem halben Jahr ist die Liste dann leer.

Wie stellst du den Antrag?

Es gibt drei Wege. Online ist am günstigsten, die Filiale ist am sichersten, wenn du keine Kreditkarte nutzen willst.

  • Online: Auf der Seite der Deutschen Post alte und neue Adresse eingeben, Startdatum wählen, Identität bestätigen und bezahlen. Dauert rund zehn Minuten.
  • In der Filiale: Ausweis mitbringen, Formular ausfüllen, direkt bezahlen. Der Beleg ist gleichzeitig dein Nachweis.
  • Per Formular: Auftrag ausfüllen und in der Filiale abgeben. Das ist der langsamste Weg und lohnt nur, wenn du das Formular ohnehin schon hast.

Wichtig ist, dass alle Namen aufgeführt sind, für die nachgesendet werden soll. Bei Familien werden Personen mit abweichendem Nachnamen sonst nicht erfasst. Für eine Firma oder einen Verein braucht es die gewerbliche Variante.

Was wird nicht nachgesendet?

Der Service gilt für Briefsendungen. Alles andere braucht eine eigene Lösung.

SendungWird nachgesendet?Was du stattdessen tust
Briefe und PostkartenJaNichts weiter nötig
EinschreibenJaEmpfang an der neuen Adresse quittieren
Pakete und PäckchenNeinAdresse im Konto des Paketdienstes ändern
Unadressierte WerbungNeinEntfällt ohnehin mit dem Wegzug
Sendungen an Nachbarn oder UntermieterNeinEigenen Auftrag je Person stellen
Zeitungen und AbosNeinDirekt beim Verlag ummelden

Behörden schreiben in der Regel an die gemeldete Adresse. Der Nachsendeauftrag ersetzt deshalb keine Ummeldung, er fängt nur ab, was sonst verloren ginge.

Verlängern, ändern oder kündigen?

Änderungen laufen über den Kundenservice oder die Filiale, am einfachsten mit der Auftragsnummer aus der Bestätigung.

Eine Verlängerung ist technisch ein neuer Auftrag zum vollen Preis. Wer den Zeitpunkt verpasst, hat eine Lücke, in der Post wieder an die alte Adresse geht. Setz dir deshalb vier Wochen vor Ablauf eine Erinnerung im Kalender.

Vorsicht bei Suchergebnissen: Nicht jede Seite, die einen Nachsendeauftrag anbietet, gehört zur Post. Es gibt Vermittler, die für die Weiterleitung des Antrags einen eigenen Betrag verlangen oder ein laufendes Abo abschließen. Erkennbar sind sie an drei Punkten: Der Preis weicht deutlich vom offiziellen Tarif ab, es wird ein Vertrag mit automatischer Verlängerung geschlossen, und die Seite gehört nicht zur Domain der Deutschen Post. Buch deshalb ausschließlich direkt.

Was parallel erledigt werden muss

Der Nachsendeauftrag ist die Absicherung, nicht die Lösung. Die eigentliche Arbeit ist die Adressänderung an der Quelle.

Diese Reihenfolge hat sich bewährt: zuerst die Meldebehörde, denn das Meldegesetz verlangt die Anmeldung binnen zwei Wochen nach Einzug. Danach folgen Arbeitgeber, Bank, Krankenkasse, Versicherungen, Kfz-Zulassung, Energieversorger, Internetanbieter und zuletzt Abos und Onlineshops. Details dazu stehen in unserem Ratgeber Ummelden nach dem Umzug, alle weiteren Aufgaben rund um den Termin in der Umzugscheckliste.

Häufige Fragen

Ab wann gilt der Nachsendeauftrag?
Ab dem Startdatum, das du selbst wählst. Die Post verlangt dafür mindestens fünf Werktage Vorlauf. Ein früherer Auftrag kostet nicht mehr und ist sicherer.
Kann ich die Nachsendung ins Ausland einrichten?
Ja, das ist möglich, kostet aber mehr als der Inlandstarif. Die aktuellen Preise stehen im Bestellprozess der Post, prüf sie dort vor dem Abschluss.
Was passiert nach Ablauf der sechs Monate?
Die Nachsendung endet automatisch. Post geht dann wieder an die alte Adresse und wird dort meist als unzustellbar zurückgeschickt.
Bekommt der neue Mieter meine Briefe zu sehen?
Nein. Die Sendungen werden vor der Zustellung umgeleitet und tragen einen Aufkleber mit deiner neuen Adresse.
Brauche ich einen Auftrag je Person im Haushalt?
Nur bei abweichenden Nachnamen. Personen mit gleichem Nachnamen kannst du in einem Auftrag zusammen eintragen lassen.

Zuletzt aktualisiert: September 2026 · Preise nach Angabe der Deutschen Post vom 01.09.2026, Änderungen vorbehalten · Angaben ohne Gewähr.

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